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A-Einsatz · B-Einsatz · C-Einsatz · Dekontamination

Geräte: A-Einsatz

Kleine Strahlenschutzkunde:

Dosis:
Ist die Menge an Strahlung.
Jede Einsatzkraft kann nur eine bestimmte Strahlungsmenge, gemessen in Millisievert (mSv) aufnehmen, ohne gesundheitliche Schäden zu befürchten.
Vergleichbar mit den gefahrenen Kilometern (km) eines Autos.

Dosisleistung:
Ist die Menge an Strahlung pro Zeiteinheit (mSv/h).
Vergleichbar mit den Kilometern pro Stunde (Km/h) beim Autofahren.
Aus der gemessenen Dosisleistung lässt sich die Gefährlichkeit und die maximale Einsatzdauer eines Trupps im Gefahrenbereich ermitteln.

Beispiel:

Strahlungsarten:
Alpha-Strahlung:
ist eine sehr energiereiche Teilchenstrahlung mit geringer Reichweite (Abspaltung von Heliumkernen [Verbung je zwei Protonen und Neutronen]) und lässt sich schon mit einem Blatt Papier abschirmen. Besonders gefährlich ist die Inkorporation (körperliche Aufnahme) von Alpha-Teilchen, da diese sich im Körper einlagern und zu Zellveränderungen führen.
Beta-Strahlung
ist eine Elektronenstrahlung mittlerer Energie. Sie hat schon eine etwas weitere Reichweite und ist mit z.B. 1cm Plexiglas abzuschirmen.
Gamma-Strahlung
ist elektromagnetische Wellenstrahlung mit schwacher Energie. Sie hat eine Reichweite von mehreren Kilometern und lässt sich mit mind. 1 Meter Beton oder mehrere Zentimeter Blei abschirmen.


Das Dosiswarngerät (Dosiswarner)

Misst die von der Einsatzkraft aufgenommene Menge an Strahlung und warnt bei Erreichen vorher festgelegter Grenzen.
Das Dosiswarngerät wird außen an der Schutzkleidung getragen, so dass die tatsächlich aufgenommene Dosis geringer als die gemessene ist.

In Übungen 1 mSv/Einsatz
Einsatz zum Schutz von Sachwerten: 15 mSv/Einsatz
Einsätze zur Abwehr einer Gefahr für Personen oder zur Verhinderung einer wesentlichen Schadenausweitung: 100 mSv/Einsatz
Einsätze zur Rettung von Menschenleben: 250 mSv/Einsatz und Leben


Das Dosisleistungsmessgerät

Mit dem Dosisleistungsmessgerät wird die Strahlungsmenge pro Stunde gemessen.
Es wir eingesetzt um die maximale Eisatzdauer zu ermitteln, aber auch zum Aufspüren von Strahlungsquellen und zum Abgrenzen des Aufenthaltsortes mit der geringsten Strahlung.
Zur Verfeinerung der Messung, Abstandvergrößerung zum Strahlenobjekt oder zum Bestimmen von Strahlungsstärken bei Flüssigkeiten, können zusätzliche Sonden am Gerät angeschlossen werden.


Das Dosisleistungswarngerät

Mit dem Dosisleistungswarngerät wird die Strahlungsmenge pro Stunde gemessen, aber nicht durch eine Anzeige visualisiert.
Beim Erreichen einer defierten Strahlungsleistung (25 µSv/h) gibt das Gerät einen Warnton von sich.
Mit diesem Gerät bestimmt der Schlauchtrupp den Absperrbereich / Gefahrenbereich bei nuklearen Unfällen.


Kontaminations-Nachweisgerät

Dieses Gerät spricht bereits auf geringe Kontaminationen mit radioaktiven Stoffen an. Es kann das Vorhandensein, aber nicht die Gefährlichkeit (Strahlungsmenge) radioaktiver Stoffe nachgewiesen werden.
Das Gerät wird benutzt, um festzustellen, ob Material oder Personal mit radioaktiven Stoffen kontaminiert ist bevor es den Gefahrenbereich verlässt.
Im Einsatz wir das Kontaminationsnachweisgerät in eine Plastiktüte verpackt damit das Gerät die Strahlung nur misst, nicht selber kontaminiert werden kann und das Messergebnis durch eine Kontaminationsverschleppung verfälscht wird.


Filmdosimeter

Misst die aufgenommene Strahlungsmenge und –art durch ein Stück Film, welches in einer mit verschiedenen Öffnungen versehenen Hülle getragen wird.
Das Filmdosimeter wird unter der Schutzkleidung getragen und misst im Vergleich zum Dosiswarner die tatsächlich aufgenommene Strahlungsdosis.
Die enthaltene Filmplakette wird im Anschluss an einen Einsatz zur genaueren Untersuchung in ein Labor geschickt.
Die Filmplakette ist vergleichbar mit dem Röntgenfilm in einem Röntgengerät beim Arzt.


Schutzanzüge

Dieser Kontaminationsschutzanzug (KSA) wird bei Einsätzen mit radioaktiven Stoffen verwendet. Er schützt den Träger jedoch nicht vor der auftretenden radioaktiven Strahlung, sondern nur davor, das Radionuklid aufzunehmen und aus dem Gefahrenbereich zu tragen.
Mit ihm lassen sich anhaftende strahlende Substanzen leicht wieder vom Träger entfernen.
Der Anzug besteht aus einem sehr eng gewebten Baumwollstoff. Eingesetzt wird der KSA mit Feuerwehrstiefeln, Feuerwehrhandschuhen, Feuerwehrhelm, Atemschutzmaske mit Atemluftfilter (linkes Bild) oder mit Atemschutzgerät mit Atemluftflasche (rechtes Bild).
Bei einem Brand mit Austritt von radioaktiven Stoffen wir über den KSA noch die Feuerwehrschutzkleidung getragen.

Bei einem Austritt von flüssigen oder fein staubigen Substanzen die radioaktiv sind, wird der Chemikalienschutzanzug getragen (CSA).