Verbessertes Gefahrgutkonzept auf die Probe gestellt

Fr. 13.07.2012 - Anfang des Jahres wurde die Gefahrguterkundung durch einige Anschaffungen Materiell komplettiert. Zusammen mit organisatorischen Maßnahmen wurde der Umgang mit diesen Materialien nun auf die Probe gestellt.

Für die am häufigsten vorkommende Einsatzvariante im Gefahrguteinsatz den "C-Einsatz", wurden zur Komplettierung der Gefahrguterkundung Amt Itzstedt und zur Steigerung der Einsatzfähigkeit neue Gerätschaften beschafft.
Diese neuen Gerätschaften sind in neue Konzepte eingeflossen und erhöhen inmitten der hochmotivierten Gruppe ihre Einsatzfähigkeit.
So wurden folgende Geräte beschafft und Änderungen am Fahrzeugkonzept vorgenommen:


  • Dekondusche für Einsatzkräfte
    Die Dekondusche dient zur Dekontamination von Einsatzkräften nach dem Einsatz und gleichzeitigem Auffangen des kontaminierten Wasser.

  • Sicherheitstrupptasche
    Die Sicherheitstrupptasche dient ursprünglich als Rettungspack für Verletzte bei Bränden o. ä. und wird bei der Gefahrguterkundung als externe Luftversorgung für bis zu zwei CSA Träger in der Dekontamination verwendet, damit bspw. Einwirkzeiten von Dekontaminationsmitteln eingehalten werden können.

  • leichte Tychem-F Schutzanzüge
    Zum Schutz der Einsatzkräfte bei Mineralölunfällen o. ä., sowie als wasserdichter Ganzkörperschutzanzug für den Dekontaminationstrupp.

  • Modularer Aufbau des Erkundungsfahrzeuges
    Aus Platzgründen wurde im Inneren des Erkundungsfahrzeuges ein Regal mit zwei Ebenen eingebaut. Durch die Spende von sechs Kunststoffkisten vom Edeka Aktivmarkt Oertwig konnten zweckgebundende Boxen gebildet werden. So kann die komplette Ausrüstung zur Dekontamination mit zwei Kisten aus dem Fahrzeug entnommen und vor dem Fahrzeug zur Ausrüstung platziert werden.

  • Neue Visualisierung des Prüfröhrchen-Spürvorgehens
    Zum besseren Verständnis der CSA Trupps für das Aufspüren von Stoffen wurde das Dräger-Spürvorgehen neu visualisiert und in wasserdichter Form am Prüfkörbchen befestigt.



Alle diese Veränderungen wurden nun in einer Übung am Feuerwehrhaus Borstel auf die Probe gestellt.
Das Szenario gestaltete sich wie folgt:
Ein Tanklastug mit einem Einkammertank von 10.000 Litern ist bei einem Verkehrsunfall verunglückt. Es sind sowohl der Einkammertank als auch der Dieseltank des LKWs beschädigt worden.
Die örtliche Feuerwehr war mit wenigen Kameraden bereits vor Ort und hat eine Wasserversorgung aufgebaut.

Der Gruppenführer führte eine Erkundung durch und teilte die Gefahrguterkundung Amt Itzstedt in Trupps ein.
Während sich der erste Trupp unter CSA ausrüstete, baute der Dekontaminationstrupp die Dekondusche und das zugehörige Material auf.
Der erste Schritt war die Erkundung unter CSA und Einschätzung der Situation. Anschließend wurde das Auffangen und Eindämmen der auslaufenden Flüssigkeit eingeleitet.
Nachdem ein Leck durch einfache Handgriffe geschlossen werden konnte, wurde das Spürverfahren zur Bestimmung von Gasen angewendet. Das Ergebnis war der Nachweis von Benzol und damit die Bestimmung von Benzin.

Alle Trupps wurden durch die Dekontamination gereinigt.

Für das Umfüllen von Gefahrstoffen aus Auffangbehältnissen und defekten Tanks, würde eine zusätzliche Einheit alarmiert werden müssen. Hierfür sind Gefahrguteinsatzzüge oder ABC-Züge entsprechend ausgerüstet.

Zukünftig werden die Konzepte der Gefahrguterkundung Amt Itsztedt ständig weiterentwickelt werden. Alle weiteren Entwicklungen lesen Sie in den News unserer Webseite.