Gefahrgutübung Itzstedt

Sa. 15.09.2012 - Übungsdienst

Oft wird die Feuerwehr zum Öffnen von Türen alarmiert, wenn dahinter in Not geratene Personen vermutet werden.
Dabei kann es passieren, dass die Retter unerwartet selbst in Gefahr geraten: Immer wieder kam es in der Vergangenheit in Deutschland vor, dass hinter geöffneten Wohnungstüren für Rettungskräfte eine Gefahr durch gefährliche Gase vorhanden waren - sei es durch Unfälle oder Selbstmordabsichten.

Diese besondere Einsatzlage war daher auch Thema einer Einsatzübung der Gefahrguterkundung des Amtes Itzstedt am Gerätehaus der FF Itzstedt.

Angenommen wurde ein Suizidversuch mittels Holzkohlegrill (Kohlenstoffmonoxid - CO) und vermischten Chemikalien, deren Reaktionsprodukt Schwefelwasserstoff-H2S erzeugen sollte.

Nach der ersten Erkundung durch den Gruppenführer der Feuerwehr Itzstedt erkannte dieser die Gefahr durch chemische Giftstoffe in der betroffenen Garage und alarmierte die Gefahrguterkundungsgruppe.

Nach deren Eintreffen entschied sich der Gefahrgut-Gruppenführer aufgrund der unklaren Lage, einen Trupp mit gasdichten Chemikalienschutzanzügen in die Garage vorzuschicken. Bereits nach einigen Metern im Raum ergaben erste Messungen einen lebensbedrohlich hohen CO-Messwert. Glücklicherweise wurde kurz darauf die von einer Übungspuppe dargestellte Person gefunden und vom Trupp ins Freie gebracht.
Die Person wurde von zwei Kameraden medizinisch betreut und mittels Beatmung, Herzdruckmassage und dem Einsatz eines \\\\\\\\\\\\\\\"Übungs-Defibrillators\\\\\\\\\\\\\\\" erfolgreich wiederbelebt.
Im weiteren Übungsverlauf wurden durch einen zweiten Trupp unter Vollschutz umfangreiche Messungen mit Prüfröhrchen zur Ermittlung der anderen gefundenen Chemikalien durchgeführt und die davon ausgehende Gefahr eingedämmt.
Eine abschließende Dekontamination der eingesetzten Trupps in der dafür aufgebauten Dekon-Dusche sorgte für einen sicheren (Übungs-) Einsatzabschluss.